Neues

 

Aller Anfang ist schwer…

…zumindest für elektronische Analphabeten. So hatten wir leider immer wieder mit den Tücken des großen weiten Netzes zu kämpfen, namentlich einen bösen Wurm zu besiegen, der die Existenz unserer Netzpräsenz bedrohte. Nach hartem Kampf gingen wir jedoch als Sieger aus der Arena und können Sie, liebe Bücherfreunde nun wieder auf dieser, unserer Webseite herzlich begrüßen.

Dresden (er)lesen

Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals findet am Sonntag, dem 09. September 2018 von 10.00 – 20.00 Uhr zum zweiten Mal eine kleine Literaturmesse im Schloss Albrechtsberg statt, auf der auch unser Verlag vertreten sein wird. Wir laden alle Interessenten herzlich ein, uns dort zu besuchen und das „Denkmal“ Buch zu bestaunen. Neben den sehenswerten Räumlichkeiten des Schlosses finden Sie, liebe Bücherfreunde, dort auch eine ganze Reihe kleiner Verlage mit besonderen Programmen und besonderen Büchern, die Ihnen ihre Produkte gern vorstellen möchten. Seien Sie gespannt und neugierig! Wir freuen uns auf Sie.

 

Wir wurden schon oft gefragt, warum wir unsere Bücher in alter Rechtschreibung herausgeben. Dazu möchten wir an dieser Stelle einen kleinen, nachträglichen Jubiläumsbeitrag veröffentlichen:

Ein Treppenwitz der Geistesgeschichte

Erinnern Sie sich an damals? Damals, als viele noch wußten oder gar zu fühlen vermochten, wie rechtzuschreiben war? Und erinnern Sie sich auch, warum es heute nicht mehr so ist? Genau: die Rechtschreibreform. Und wissen Sie noch, warum sie weiland auf den Weg gebracht wurde? Nein? Nun, es sollte Einigkeit herrschen im deutschen Sprachraum, und, noch wichtiger, Fehlerfreiheit. Darum sollte alles einfacher werden und logischer. Soweit die historische Theorie. Die gegenwärtige Praxis kennen Sie: Mittlerweile schreiben alle alles anders. Das hat auch etwas von Einigkeit. 20 Jahre ist es her, daß die reformierte Rechtschreibung in deutsche Amtsstuben und Klassenzimmer einzog. Die Vorgeschichte reicht noch knapp zwei Jahrzehnte weiter zurück. Heute hat sich die Aufregung gelegt, der Rauch über dem linguistischen Schlachtfeld ist abgezogen, und wir können die Trümmer, die noch immer auf ihm ruhen analysieren. Ein Ziel hat die Reform, die seit 2006 (in reformierter Form) verbindlich ist, erreicht: Der in diesem Zusammenhang oft beschworene „Rechtschreibfriede“, den sie selbst erst brach, kann als wiederhergestellt gelten. Nicht, weil endlich orthographische Einigkeit herrschte, sondern weil sich in weiten Teilen der Bevölkerung Gleichgültigkeit breitgemacht hat angesichts der herrschenden Anarchie in Sachen Doppel- oder scharfem S, Zeichensetzung, Groß- und Klein-, Getrennt- und Zusammenschreibung… In den Schulen ist immerhin eine der wichtigsten Visionen des soziolinguistischen Großversuchs erreicht: die Fehlervermeidung. Es werden zwar erwiesenermaßen heute deutlich mehr gemacht als vor 20 Jahren, aber viele Lehrer streichen sie einfach nicht mehr an, die Fehler, die die unselige Reform eben nicht vermeiden half. Und so stehen wir ratlos vor dem bizarren Phänomen, daß Fehler in Fremdsprachen eher zu schlechten Noten führen als in der eigenen.

Ziehen wir Bilanz: Sie ist auf ganzer Linie gescheitert, die Rechtschreibreform, die ein überwältigend großer Teil der Bevölkerung nie wollte. Und aus mindestens zwei Gründen konnte es gar nicht anders kommen. Der erste: Fehlervermeidung ist nicht die vornehmste Aufgabe von Schriftsprache; nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner muß sie abbilden, sondern reich sein und lebendig, voller Nuancen, variabler Möglichkeiten und Überraschungen, möglichst ein Leben lang. Der zweite: Sprache schreitet voran und die Regeln folgen ihr. So war es früher, als der Duden noch als letzte Instanz galt, weil er auf Veränderungen reagierte, statt auf Dekrete. So wird es, sollte sich die Politik künftig heraushalten, hoffentlich irgendwann einmal wieder werden, wenn das gesunde Sprachempfinden, das durch diesen Kulturkampf schweren Schaden erlitten hat, sich wieder erholt haben wird. Experten gehen davon aus, daß es Jahrzehnte dauern könnte. Erst dann kann das Trümmerfeld beräumt und die vermeintliche Rechtschreibreform amüsiert als Treppenwitz der Geistesgeschichte archiviert werden. Bis dahin aber kocht der alte Zom immer wieder hoch.

 

Unsere beiden Neuen: 

Seien Sie neugierig, lesen Sie und bilden sich selbst ein Urteil. Die Bücher sind jederzeit verfügbar und wir senden sie Ihnen gern zu (versandkostenfrei in Deutschland). Wir jedenfalls sind sehr zufrieden mit den beiden neuen Bänden:

Den SCHIZOPHRENEN GESCHICHTEN    und    Jekyll & Hyde

titelseite druck                                     titelseite druck

Beide Bücher sind illustriert und in der Tradition des Hauses in Halbleinen bzw. Leinen liebevoll gestaltet:

augen plakat+sg Kopie                   plakat jekyll & hyde

 

Eines wäre fast untergegangen bei all den Neuigkeiten, doch es sollte auch Konstanten im Leben geben. So haben wir in aller Stille und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, unseren zweiten Geburtstag gefeiert. Den Franke Verlag gibt es nunmehr schon zwei Jahre und wir hoffen auf viele weitere.

 

Pressestimmen zu unserer Verlagsgründung sind nachzulesen unter:

http://www.neustadt-ticker.de/50474/aktuell/nachrichten/neuer-neustadt-verlag

Inzwischen hat auch die Sächsische Zeitung die Tragweite der Gründung des Franke Verlags erkannt und uns einen Artikel in der Ausgabe vom 04.01.2017 gewidmet.
SZ vom 04.01.2017

eine erste Rezension ist in der Zeitschrift „Psychopath“ (TU Dresden) erschienen:
Psychopath Dezember 2016, Rezension

 

In Vorbereitung:

Harald Franke, Dorothea Kriebelbein

Roman über eine junge Frau mit der faszinierenden Fähigkeit, in allem das Positive zu entdecken. Witzig, überraschend und gespickt mit philosophischen Fragen, die garantiert nicht beantwortet werden.

 

Unsere besondere Empfehlung:

Der neue Dresden Roman unserer Partner-Autorin Jana Laska, Freiburg EDITION OXALIsymbol-oxalisS ist bestellbar über unser Kontaktformular oder direkt unter edition.oxalis@t-online.de, weitere Informationen zum Buch unter www.edition-oxalis.de

Jana Laška

Sperling im Mehlsieb

In Sperling im Mehlsieb wird die Geschichte einer Bäckerstochter erzählt und ihr Traum von einer Opernkarriere. Annas Weg führt sie aus dem NS-Gesundheitsamt über die DDR-Konzertbühne in die Reisefreiheit der BRD. Tote liegen am Wegrand und Anna rätselt: wer steuert, wohin Träumende wandeln, an welchen Orten sie erwachen und vor allem wie! Es ist der Beginn einer Reise zum Urquell ihres Lebens und in Annas Traumland.

huelle-vorn           huelle-rueck
Erste Auflage 2016
© Edition Oxalis Freiburg
ISBN 978-3-00-052579-7
400 Seiten, Leinen, 22,80 €