Neues

Ruhe und Gelassenheit gegen Hektik, Konsumrausch und Intoleranz 

Wir sind umgezogen, heraus aus der Hektik der Großstadt, an den Stadtrand, ins Grüne, hin zu mehr Ruhe, Entspannung und zu einem neuen Lebensgefühl. Ob es gelingt, wird uns die Zukunft zeigen.

Die ländliche Umgebung bringt uns der Natur wieder etwas näher. Pflanzen und Tiere rücken dichter an unser Bewußtsein, geben uns ein fast vergessenes Gefühl der Verbundenheit mit ihnen. Wir spüren wieder den Atem der Natur.

Der Hofladen um die Ecke, die Lesung im kleinen Café, die wenigen Menschen, freundlich und offen, alles eine Nummer kleiner, eine Spur intensiver, gelassener und einfach schön.

So soll auch bei uns Ruhe einziehen, die schöpferischer Arbeit einen neuen Schub verleiht, und so wünschen wir auch allen Lesern und Freunden das Wunder des Neuanfangs, dem ein Zauber innewohnt, um mit Hermann Hesse zu sprechen.

Der Franke Verlag

 

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Hochverehrte Damen oder liebe Frauen,

wir achten und respektieren Sie in jeder Weise, wir setzen uns für eine absolute Gleichberechtigung ein, und wir würden uns weitaus mehr weibliche Einflüsse in unserer noch immer männlich geprägten Gesellschaft wünschen.

Trotzdem werden wir der unsäglichen Sprachverstümmelung durch ständige Doppelnennungen, durch Binnen-Is, durch Gendersternchen oder ähnlichen Unsinn keinen Vorschub leisten. All dies ist in unserer Sprache gut, und vor allem für jeden verständlich geregelt. Der Verständlichkeit, dem Hauptkriterium der Sprache als Kommunikationsmittel, gilt dabei unsere besondere Aufmerksamkeit und sie hat Vorrang vor einem vermeintlichen Kampf um Gleichberechtigung. Zumal dieser durch solcherlei Scheingefechte, die vom wesentlichen Ziel der Bestrebungen nur ablenken, keine Förderung erfährt.

Wir kennen sehr viele Frauen, denen die tatsächliche Gleichberechtigung am Herzen liegt, die derlei Bestrebungen eher als peinlich empfinden, die keine »Gästinnen« sein wollen und die die Ziele des Kampfes an ganz anderen Stellen sehen.

Auch wenn Sie anderer Meinung sein sollten, was wir durchaus respektieren, so verstehen Sie unsere Verfahrensweise bitte nicht als Diskriminierung, sondern als Dienst an der Schönheit unsere Sprache, die der Ihren doch nicht nachstehen soll.

 

 

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Wir wurden schon oft gefragt, warum wir unsere Bücher in alter Rechtschreibung herausgeben. Dazu möchten wir an dieser Stelle einen kleinen, nachträglichen Jubiläumsbeitrag veröffentlichen:

Ein Treppenwitz der Geistesgeschichte

Erinnern Sie sich an damals? Damals, als viele noch wußten oder gar zu fühlen vermochten, wie rechtzuschreiben war? Und erinnern Sie sich auch, warum es heute nicht mehr so ist? Genau: die Rechtschreibreform. Und wissen Sie noch, warum sie weiland auf den Weg gebracht wurde? Nein? Nun, es sollte Einigkeit herrschen im deutschen Sprachraum, und, noch wichtiger, Fehlerfreiheit. Darum sollte alles einfacher werden und logischer. Soweit die historische Theorie. Die gegenwärtige Praxis kennen Sie: Mittlerweile schreiben alle alles anders. Das hat auch etwas von Einigkeit. 20 Jahre ist es her, daß die reformierte Rechtschreibung in deutsche Amtsstuben und Klassenzimmer einzog. Die Vorgeschichte reicht noch knapp zwei Jahrzehnte weiter zurück. Heute hat sich die Aufregung gelegt, der Rauch über dem linguistischen Schlachtfeld ist abgezogen, und wir können die Trümmer, die noch immer auf ihm ruhen analysieren. Ein Ziel hat die Reform, die seit 2006 (in reformierter Form) verbindlich ist, erreicht: Der in diesem Zusammenhang oft beschworene „Rechtschreibfriede“, den sie selbst erst brach, kann als wiederhergestellt gelten. Nicht, weil endlich orthographische Einigkeit herrschte, sondern weil sich in weiten Teilen der Bevölkerung Gleichgültigkeit breitgemacht hat angesichts der herrschenden Anarchie in Sachen Doppel- oder scharfem S, Zeichensetzung, Groß- und Klein-, Getrennt- und Zusammenschreibung… In den Schulen ist immerhin eine der wichtigsten Visionen des soziolinguistischen Großversuchs erreicht: die Fehlervermeidung. Es werden zwar erwiesenermaßen heute deutlich mehr gemacht als vor 20 Jahren, aber viele Lehrer streichen sie einfach nicht mehr an, die Fehler, die die unselige Reform eben nicht vermeiden half. Und so stehen wir ratlos vor dem bizarren Phänomen, daß Fehler in Fremdsprachen eher zu schlechten Noten führen als in der eigenen.

Ziehen wir Bilanz: Sie ist auf ganzer Linie gescheitert, die Rechtschreibreform, die ein überwältigend großer Teil der Bevölkerung nie wollte. Und aus mindestens zwei Gründen konnte es gar nicht anders kommen. Der erste: Fehlervermeidung ist nicht die vornehmste Aufgabe von Schriftsprache; nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner muß sie abbilden, sondern reich sein und lebendig, voller Nuancen, variabler Möglichkeiten und Überraschungen, möglichst ein Leben lang. Der zweite: Sprache schreitet voran und die Regeln folgen ihr. So war es früher, als der Duden noch als letzte Instanz galt, weil er auf Veränderungen reagierte, statt auf Dekrete. So wird es, sollte sich die Politik künftig heraushalten, hoffentlich irgendwann einmal wieder werden, wenn das gesunde Sprachempfinden, das durch diesen Kulturkampf schweren Schaden erlitten hat, sich wieder erholt haben wird. Experten gehen davon aus, daß es Jahrzehnte dauern könnte. Erst dann kann das Trümmerfeld beräumt und die vermeintliche Rechtschreibreform amüsiert als Treppenwitz der Geistesgeschichte archiviert werden. Bis dahin aber kocht der alte Zom immer wieder hoch.

Neuerscheinung im Oktober 2020: 

h.f. von anhalt, Herr Roth & Herr Schwartz und…

  

Erste Auflage 2020
© Franke Verlag Dresden
ISBN 978-3-946715-05-4
160 Seiten, gebunden, 15,00 €

Es beginnt wie bei Goethes Faust mit einem Prolog im Himmel, dann tauchen sie auf, wie aus dem Nichts. Zwei Männer, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, treffen sich und finden viele Gemeinsamkeiten. An verschiedenen Orten diskutieren sie über Gott und die Welt, über Frauen, über Politik, die Wende, über die Sprache, die Meinungsfreiheit, über Bücher, über das Leben, mal amüsant vergnüglich, mal sarkastisch, mal drastisch, mal romantisch, mal dramatisch dann wieder ironisch, philosophisch, pseudowissenschaftlich oder wie am Biertisch. Pointierte, geschliffene Dialoge voller Hintersinn, immer interessant, voller Witz und Selbstironie, mit unverhofften Wendungen und spannenden Begebenheiten und zuletzt kommt doch wieder alles anders und der geheimnisvolle Kreis schließt sich unerwartet.

Erste Rezensionen:

Gern habe ich den beiden Genießern zugehört, häufig geschmunzelt, manchmal laut gelacht. Mir hat der Umgang der beiden mit sich und ihrer Welt gefallen, die Abgehobenheit des einen und die Derbheit des anderen. Mir hat die Distanziertheit und die Gedankenentwicklung, das Neue, z.B. bei den Worterklärungen und dem Wortwandel in der Geschichte gefallen, mir hat das Absurde, das in ihren Erzählungen und Ideen auftaucht, auch das Absurde in den vier Episoden, die in den kleinen Bildern der beiden Zecher zwischengeschaltet sind, richtig Spaß gemacht… Sich in Stubenfliegen und stechende Insekten einzudenken, das ist Phantasie pur, gepaart mit Psychiatrie…Herrlich!

Die im rot-schwarzen Buch angesprochenen Themen nehmen Grundfragen unseres Lebens und unserer Gesellschaft und unsere deutsche Befindlichkeit oder Empfindlichkeit auf: sie werden mit großem Wissen, mit Humor und Ironie, mit Verspieltheit, mit einem lachenden und einem weinenden Auge anregend ausgebreitet und ausgeleuchtet und die vorgestellten Ideen und Meinungen reizen wie am Stammtisch zu Gegenrede, Ergänzung oder Zustimmung. Damit ist dem Autor eine Momentaufnahme unseres Lebens und unserer Gedanken am Anfang des 21. Jahrhunderts gelungen. Dabei ist das der Realität abgeschaute Hin und Her der beiden Stammtischler so lebendig wie das Leben.

– Dr. Franz Waldermann –

Neuerscheinung im November 2020:

h.f. von anhalt, Pillnitzer Geschichten

  

Erste Auflage 2020
© Franke Verlag Dresden
ISBN 978-3-946715-04-7
140 Seiten, gebunden, 15,00 €

Was ist Heimat?

Der in Pillnitz ansässige Autor nimmt uns mit auf seine Streifzüge durch den kleinen Vorort von Dresden, läßt uns an seinen Gefühlen und Gedanken teilhaben und erzählt uns mit Ironie, Witz und Poesie melancholische und amüsante, romantische und makabre, spannende und kritische, immer zum Nachdenken anregende Geschichten von Menschen und Tieren, von Flüssen und Bächen, von Gründen und Höhen, von alten Mühlen, Drachen und Geistern, von der zauberhaften Schönheit und deren Zerbrechlichkeit, von seinen Beobachtungen, seinen Ein- und Aussichten, seinen Inspirationen, von den Dingen des Lebens, von Pillnitz und seiner wunderschönen Umgebung.

In Vorbereitung:

Harald Franke, Dorothea Kriebelbein

Roman über eine junge Frau mit der faszinierenden Fähigkeit, in allem das Positive zu entdecken. Witzig, überraschend und gespickt mit philosophischen Fragen, die garantiert nicht beantwortet werden.

 

 

Unsere besondere Empfehlung:

Der neue Dresden Roman unserer Partner-Autorin Jana Laska, Freiburg EDITION OXALIsymbol-oxalisS ist bestellbar über unser Kontaktformular oder direkt unter edition.oxalis@t-online.de, weitere Informationen zum Buch unter www.edition-oxalis.de

Jana Laška

Sperling im Mehlsieb

In Sperling im Mehlsieb wird die Geschichte einer Bäckerstochter erzählt und ihr Traum von einer Opernkarriere. Annas Weg führt sie aus dem NS-Gesundheitsamt über die DDR-Konzertbühne in die Reisefreiheit der BRD. Tote liegen am Wegrand und Anna rätselt: wer steuert, wohin Träumende wandeln, an welchen Orten sie erwachen und vor allem wie! Es ist der Beginn einer Reise zum Urquell ihres Lebens und in Annas Traumland.

huelle-vorn           huelle-rueck
Erste Auflage 2016
© Edition Oxalis Freiburg
ISBN 978-3-00-052579-7
400 Seiten, Leinen, 22,80 €